
VfB Stuttgart-Star Deniz Undav wurde aufgefordert, den Verein zu verlassen, nachdem es zu einer aufsehenerregenden Tirade über sein Verhalten und seine Form gekommen war
Der VfB Stuttgart befindet sich in einem Schockzustand, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass Stürmer Deniz Undav von den Vereinsverantwortlichen aufgefordert wurde, den Club zu verlassen. Laut internen Quellen soll es nach einer heftigen verbalen Auseinandersetzung zwischen Undav und Cheftrainer Sebastian Hoeneß in der Kabine zu einem vollständigen Bruch gekommen sein. Der Konflikt, der zunächst als gewöhnliche Meinungsverschiedenheit begann, eskalierte zu einer lautstarken Tirade über Undavs angeblich nachlassende Form und seine unprofessionelle Einstellung.

Die Spannungen sollen bereits seit Wochen unter der Oberfläche gegärt haben. Hoeneß, der für seine Disziplin und klare Spielphilosophie bekannt ist, war Berichten zufolge zunehmend frustriert über Undavs Trainingsleistungen. „Er wirkt unkonzentriert, manchmal sogar distanziert“, soll ein Insider gesagt haben. Das Verhalten des Stürmers habe nicht mehr zu dem Teamgeist gepasst, der Stuttgart in der vergangenen Saison zu einem der Überraschungsteams der Bundesliga gemacht hatte.
Während der besagten Sitzung am Freitag soll es dann zum Eklat gekommen sein. Augenzeugen berichten, dass Hoeneß Undav offen kritisierte und seine mangelnde Einsatzbereitschaft infrage stellte. Der Angreifer, der in der letzten Saison mit wichtigen Toren geglänzt hatte, habe daraufhin die Beherrschung verloren und sich lautstark verteidigt. Die Situation sei so hitzig geworden, dass mehrere Teamkollegen eingreifen mussten, um die beiden zu trennen.

Noch am selben Abend soll der Vereinsvorstand eingeschritten sein. In einer außerordentlichen Sitzung wurde Undav laut Berichten „empfohlen“, über einen Wechsel im Winter nachzudenken. Obwohl dies offiziell nicht als Suspendierung gilt, sehen viele Beobachter darin das Ende seiner Zeit beim VfB Stuttgart. Der Verein selbst hat bisher keinen offiziellen Kommentar abgegeben, verweist aber auf „interne Angelegenheiten“, die man nicht öffentlich diskutieren wolle.
Fans reagierten unterschiedlich auf die Nachricht. Einige stellten sich auf die Seite des Trainers und betonten, dass kein Spieler größer als der Verein sei. Andere wiederum zeigten Verständnis für Undav, der in den letzten Monaten unter enormem Druck stand. Seit seiner Rückkehr nach einer Verletzungspause hatte er Schwierigkeiten, an seine frühere Form anzuknüpfen, und musste sich häufiger mit Kritik aus Medien und Fanlagern auseinandersetzen.
Sportlich könnte sein Abgang ein schwerer Schlag für Stuttgart werden. Trotz seiner jüngsten Formschwäche bleibt Undav einer der torgefährlichsten Spieler im Kader. Seine Fähigkeit, Spiele im Alleingang zu entscheiden, machte ihn zu einem Schlüsselspieler im Offensivsystem. Sollte er den Verein tatsächlich verlassen, wäre ein Ersatz in der Winterpause dringend nötig – doch geeignete Kandidaten sind rar.
Auch aus England und der Türkei soll bereits Interesse an Undav bestehen. Besonders Besiktas Istanbul und Brighton & Hove Albion, sein ehemaliger Verein, beobachten die Situation aufmerksam. Beide Clubs sollen bereit sein, ein Angebot abzugeben, falls Stuttgart offiziell seine Freigabe erteilt. Für Undav selbst könnte ein Neustart im Ausland die Chance sein, sich neu zu beweisen und den jüngsten Kontroversen zu entkommen.
Wie es weitergeht, bleibt offen. Sicher ist nur, dass die Beziehung zwischen Undav und dem Verein tief erschüttert ist. Sollte in den kommenden Wochen keine Versöhnung erfolgen, könnte der Abgang des Stürmers eines der emotionalsten Kapitel in der jüngeren Vereinsgeschichte des VfB Stuttgart markieren. Für Fans, Trainer und Mitspieler gleichermaßen wäre es das Ende einer Ära, die einst mit großen Hoffnungen begann – und nun in einem Sturm aus Kritik, Emotionen und enttäuschten Erwartungen endet.
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